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Der digitale Alltag: E-Mail vor Facebook und Twitter

Wer hätte das gedacht: Zu Zeiten der „sozialen Revolution“ durch Facebook und Twitter hat die „klassische“ E-Mail bei Online-Konsumenten weiterhin oberste Priorität. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Die digitale Republik“ des Interactive Marketing Providers ExactTarget. Befragt wurden mehr als 1200 deutsche Online-Konsumenten über 18 Jahren. Das Unternehmen untersucht im Rahmen seiner Serie „Abonnenten, Fans und Follower“ das weltweite Konsumentenverhalten im Zusammenhang mit E-Mails, Facebook und Twitter – und liefert aufschlussreiche Ergebnisse.

Die Studie beleuchtet den digitalen Tagesablauf der Deutschen.

Das Ergebnis: 71 Prozent der Befragten starten ihren digitalen Tag mit einem Blick in die E-Mails. Facebook (13%) und Twitter (2%) liegen deutlich dahinter. „E-Mail ist „offiziell“ – ihre Nutzung ist aktiv und dient dazu, Dinge erledigt zu bekommen“, heißt es in der Studie. 80 Prozent aller Befragten rufen ihre E-Mails mindestens einmal am Tag ab. Der erste Check erfolgt meist am Computer (71%) und nur bei einer Minderheit der Befragten über das Smartphone (11%). 

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Gegen Abend verlagern die User ihre Prioritäten verstärkt vom Geschäftlichen auf die Freizeit. Dennoch ist die Kommunikation via E-Mail auch für die persönliche Kontaktpflege weiterhin von zentraler Bedeutung. Immerhin ein Drittel der Deutschen beenden ihren digitalen Tag schließlich mit einem letzten Blick in ihr elektronisches Postfach.

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Auch für die Interaktion der Online-Konsumenten mit Marken und Unternehmen spielen E-Mails nach wie vor die bedeutendste Rolle. Während 94 Prozent aller Online-Nutzer mindestens einen Newsletter abonniert haben, interagieren nur 39 Prozent der Deutschen über Facebook mit einem Unternehmen und ganze 7 Prozent sind „Follower“ eines Unternehmens auf Twitter. Fast die Hälfte der Befragten hat bereits einen Kauf als Reaktion auf eine Marketing-Email getätigt. Bei Facebook sind es gerade einmal 15 Prozent. Während das Kaufverhalten nach E-Mail-Benachrichtigungen über alle Altersgruppen hinweg relativ ähnlich ist, sind junge Verbraucher für Marken auf Facebook empfänglicher als ältere. Die direkte Wirkung von Twitter auf das Konsumverhalten ist im Gesamtvergleich zwar gering, jedoch nicht zu vernachlässigt. Der Grund: Blogger dienen als Werbebotschafter. So empfiehlt laut Studie die Hälfte der „Follower“ eines Unternehmens dieses auch weiter.

Die Absichten, die Online-Konsumenten bei der Interaktion mit Unternehmen verfolgen, unterscheiden sich je nach Kanal. So geben 45 Prozent der Abonnenten von Newslettern an, auf Rabatte und Sonderangebote zu hoffen. Für Facebook-Nutzer ist es ebenso wichtig, über neueste Produkt- und Firmeninformationen auf dem Laufenden zu bleiben. Bei Twitter dagegen liegt die Möglichkeit, Geld zu sparen gar hinter dem Informationsbedürfnis der User. ExactTarget rät Marketeers daher zu einer kanalübergreifenden Werbestrategie: „Jeder digitale Kanal ist einzigartig, aber jeder hat das Potenzial, die Kundenbindung anzuregen und den Umsatz zu beeinflussen.“

Autor: Thomas Koenen, Sales Director D/A/CH, ExactTarget 

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